Referat 14 der vfdb

 Pressemitteilung 0/2020                           vfdb-Referat 14

Jetzt erschienen:
vfdb-Brandschadenstatistik liefert „Fakten statt Vermutungen“


MÜNSTER. Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) hat eine wichtige Lücke bei der Erfassung und Auswertung von Gebäudebränden geschlossen. Dazu steht von sofort an ein umfangreicher Bericht zur Brandschadenstatistik zur Verfügung, in dem auf mehr als 500 Seiten das Brandgeschehen statistisch beschrieben und die Wirksamkeit von Brandschutzmaßnahmen untersucht und dargestellt wird. Bundesweit wurden über 5.000 Gebäudebrandeinsätze berücksichtigt.

„Mit der Veröffentlichung gibt es erstmals ausführliche und verlässliche Erkenntnisse über Brände und Feuerwehreinsätze in Deutschland“, erläutert Dr. Sebastian Festag, Leiter des Arbeitskreises Statistik in der vfdb und zusammen mit Prof. Ernst-Peter Döbbeling Herausgeber der Arbeit. „Es geht darum, die Möglichkeit einzuräumen, Entscheidungen auf Fakten statt auf Vermutungen zu stützen. Damit dient die Statistik allen, die am Brandschutz beteiligt sind.“

Zum einen widmet sich die Brandschadenstatistik dem Phänomen des Brandes. „Dabei können Risikoschwerpunkte identifiziert und stellenweise auch quantifiziert werden“, so Festag. Als Beispiel nennt er den Risikoschwerpunkt „Küche“. „Anhand unseres Zahlenmaterials können wir jetzt nachweisen, dass deren Anteil bei Gebäudebränden insgesamt bei 25 Prozent liegt. Geht es um Brände in Gebäuden, die zum Wohnen genutzt werden, sind es sogar 50 Prozent“, erklärt Festag weiter. „Eine gute und genaue Einschätzung der Risikoschwerpunkte erleichtert die Planung und ermöglicht es Maßnahmen gezielt einzuleiten.“

Ein weiteres Beispiel in dem Bericht ist die Untersuchung von Bränden in Abhängigkeit vom Geschoss des Brandes. Die gewonnene Datenbasis belegt, dass 85 Prozent der Brände bis zum zweiten Obergeschoss ausbrechen. Damit wird auch statistisch die Definition des sogenannten „kritischen Wohnungsbrandes“ untermauert. Ein anderes wesentliches Thema, insbesondere mit Blick auf die Zukunft und den Umweltschutz, ist der Löschwasserbedarf.

Ziel der vfdb-Brandschadenstatistik war es ferner, die Wirksamkeit von bestimmten Brandschutzmaßnahmen anhand des Einsatzgeschehens und realer Brände zu ermitteln. Dabei hilft die statistische Masse an Fällen, die Schadenskriterien bei Bränden mit und ohne Schutzmaßnahmen zu vergleichen. Sebastian Festag erläutert: „Das bedeutet: Wir betrachten als Referenzszenario Brände, in denen z. B. keine Anlagentechnik vorhanden ist und ermitteln hierfür bestimmte Schadenskriterien, wie unter anderem den geschätzten Sachschaden, die Brandausbreitung beim Eintreffen der Einsatzkräfte, die Rauchausbreitung, die Begehbarkeit von Flucht- und Rettungswegen und den erforderlichen Löschmitteleinsatz.“

Danach werden die Schadenskriterien mit Bränden verglichen, bei denen beispielsweise Brandmeldeanlagen oder Rauch-  und Wärmeabzugsanlagen vorhanden waren. Das Ergebnis zeige, dass bei Bränden, mit diesen Brandschutzmaßnahmen, die Schadenskriterien immer und deutlich günstiger ausfallen – obwohl diese Gebäude meist ein höheres Schadenpotenzial aufweisen.

Interessant sei auch ein Vergleich zwischen Einsätzen der Berufsfeuerwehren und der Freiwilligen Wehren gewesen. Dabei haben sich Unterschiede im Einsatzgeschehen ergeben, aber erwartungsgemäß kaum zwischen den Schadenskriterien. Geringere Schäden liegen dagegen bei den Werkfeuerwehren vor, wo mehrheitlich baurechtlich Gebäude besonderer Art oder Nutzung den Bestand bilden. Grund dafür ist das hohe Aufkommen von anlagentechnischen Brandschutzmaßnahmen, womit von einer frühen Alarmierung durch die Brandfrüherkennung und schnellen Brandbekämpfung durch Feuerlöschanlagen auszugehen ist. Zusammen mit dem schnellen Eingreifen einer besonders objektkundigen und direkt am Objekt stationierten Werkfeuerwehr kann dieses Ergebnis erklärt werden. Sämtliche Daten der Feuerwehren, die an der Erhebung der Daten beteiligt waren, sind anonymisiert.

Für Thomas Hegger, den Leiter des Referats 14, das die vfdb-Brandschadenstatistik herausgegeben hat, ist die Veröffentlichung eine wertvolle Hilfe für künftige faktenorientierte Einsatzplanungen. „Der Ruf nach statistischen Grundlagen ist im Bereich des Brandschutzes groß“, betont Sebastian Festag. Laut Thomas Hegger „vergeht kaum eine Fachkonferenz, bei der dieser Mangel nicht angesprochen wird. „Mit der jetzt vorliegenden Datengrundlage ist ein wichtiger Schritt getan und erstmals liegen statistische Wirksamkeitsnachweise für anlagentechnische und abwehrende Brandschutzmaßnahmen vor.“

Die vfdb-Brandschadenstatistik kann im Internet kostenfrei heruntergeladen werden. Adresse: https://www.vfdb.de/veroeffentlichungen/merkblaetter-technischer-bericht/

Eine Druckversion kann kostenpflichtig bestellt werden unter:
https://www.vfdb.de/veroeffentlichungen/richtlinien/richtlinien-bestellen/

 

Achtung Redaktionen: Bitte melden Sie sich gerne, wenn Sie ein Belegexemplar und einen separaten Textvorschlag für eine Buchbesprechung benötigen.

 

Pressekontakt:

Wolfgang Duveneck

Tel. +49 (0)175 6536680

presse@vfdb.de

 

 

 Pressemitteilung 02/2019                            vfdb-Referat 14

Wassernebel-Löschanlagen: vfdb veröffentlicht Merkblatt Münster. In einem Merkblatt hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) das Wirkprinzip des Wassernebels dargestellt. Zugleich werden die unterschiedlichen Wassernebel-Technologien beschrieben. Damit geben die Experten einen Überblick über die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten sowie die Grenzen von Wassernebel- Löschanlagen. Auch wird die Abgrenzung zu anderen Löschtechniken wie Sprinkleranlagen, Sprühwasser-Löschanlagen und Gaslöschanlagen erläutert. Wie in dem Papier dargestellt wird, sind die Erfahrungen aus Brandversuchen noch nicht so umfangreich wie bei klassischen Sprinkleranlagen. Dadurch sei beim Einsatz der Wassernebeltechnik eine noch sorgfältigere Planung erforderlich. Wassernebel wird international als „water mist“ und in Deutschland auch als Feinsprühtechnik bezeichnet. Gemeint ist damit Löschwasser, das in Tropfendurchmesser von weniger als einem Millimeter
versprüht wird. Das Merkblatt richtet sich insbesondere an Personen, die regelmäßig mit derartigen Systemen beschäftigt sind. Dazu gehören Betreiber, Brandschutzbeauftragte, Architekten und Planer. Ihnen werden zusätzlich Entscheidungshilfen für die Wahl des passenden Wassernebel-Systems
gegeben. Unter anderem wird empfohlen, Produkte einzusetzen, die von einem akkreditierten Labor geprüft sind. Darüber hinaus müsse die Errichterfirma über eine unabhängige Zertifizierung für die Planung und Einrichtung solcher Löschanlagen verfügen. Das vollständige vfdb-Merkblatt MB 14-02: Wassernebel-Löschanlagen kann auf der Homepage der vfdb und unter www.ref14.vfdb.de/funktionenmerkblaetter heruntergeladen werden.

Über die vfdb:
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.
(vfdb) versteht sich als das Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und
Sicherheit. Sie zählt mehr als 3.000 Mitglieder. Ziel des gemeinnützigen
Vereins ist die Förderung der wissenschaftlichen und technischen
Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr. Das gilt für den Brandschutz
ebenso wie für die technische Hilfeleistung, den Umweltschutz, den
Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Die vfdb bietet fachliche
Unterstützung und ein breites, professionelles Netzwerk. Anwender wie
die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen sind mit wissenschaftlichen
Institutionen und Leistungserbringern aus der Industrie und dem
Dienstleistungssektor vereint.
Pressekontakt vfdb:
Wolfgang Duveneck
Tel. (0175) 6536680
presse@vfdb.de

 

Pressemitteilung 01/2019                            vfdb-Referat 14

vfdb veröffentlicht Brandschadenstatistik
Auswertung von mehr als 5.000 Einsätzen – Appell an Feuerwehren:
Datenerfassung geht weiter

MÜNSTER. Gemeinsam mit Feuerwehren, Industrie und Wissenschaft hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) eine bundesweit übergreifende nationale Brandschadenstatistik entwickelt (www.brandschadenstatistik.de).

Damit gibt es eine aussagefähige Mindestgrundlage über das Brandgeschehen in Deutschland. Bislang wurden mehr als 5.000 Einsätze erfasst. Die Statistik, die eine Lücke im deutschen Brandschutz schließt, wird weiter aktualisiert. Die statistischen Datentragen dazu bei, die Wirksamkeit von (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen zu untersuchen.

Knapp 80 Prozent aller Alarmierungen erreichen Werkfeuerwehren über Brandmeldeanlagen, bei Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren sind es rund 60 Prozent. Nur knapp zwei Prozent kommen bei den Werksfeuerwehren über das Festnetztelefon an, bei den Berufsfeuerwehren
gut 21 Prozent und bei den Freiwilligen Wehren rund 24 Prozent. Der Anteil von Mobiltelefonen bei der Alarmierung ist bei allen Wehren in etwa gleich groß und liegt zwischen 11,5 und 13,4 Prozent. Das sind nur einige der bisherigen Ergebnisse aus der Brandschadenstatistik, die das Referat 14 der
vfdb veröffentlicht hat.
Bei den Auswertungen der gesammelten Daten hat sich gezeigt, dass höhere Brandschäden beim Einsatz vorhandener Meldeanlagen deutlich geringer ausgefallen sind als bei Alarmierungen der Feuerwehr über Festnetz- oder Mobiltelefone. So blieben bei Alarmierung durch Brandmelder 84 Prozent der Schäden unter 1.000 Euro. Bei Telefonalarm waren es nur 63 Prozent. Entsprechend deutlich war der Unterschied auch bei Schäden bis 100.000 Euro: Nur drei Prozent der Alarmmeldungen kamen per Brandmeldeanlage, dagegen fast zwölf Prozent über Telefon. Neben der Wirksamkeit von (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen liefern die Statistiken auch zusätzliche, feuerwehrübergreifende Erkenntnisse über das Brandphänomen. So ist, wie die vfdb betont, beispielsweise das Verständnis von den Entstehungsbedingungen eines Brandes für die
Prävention und Bekämpfung wichtig, um Gegenmaßnahmen effektiv und effizient auszuwählen.

Die Datenerfassung wird fortgesetzt. Da die Registrierung der Details bei den Feuerwehren mit nur etwa drei Minuten Zeitbedarf pro Einsatz gering ist, hofft Thomas Hegger, Leiter des vfdb-Referates 14, dass sich noch viele weitere Feuerwehren beteiligen werden. „Je größer die Fallzahlen, um so gesicherter sind die Aussagen“, betont Hegger. Die Auswertung der Fragebögen läuft
kontinuierlich, so dass bei weiteren Fallzahlen und ausreichender Anzahl von Einzelmeldungen pro Fragenkomplex ständig weitere Ergebnisse veröffentlicht werden können.

Über die vfdb:
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.
(vfdb) versteht sich als das Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und
Sicherheit. Sie zählt mehr als 3.000 Mitglieder. Ziel des gemeinnützigen
Vereins ist die Förderung der wissenschaftlichen und technischen
Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr. Das gilt für den Brandschutz
ebenso wie für die technische Hilfeleistung, den Umweltschutz, den
Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Die vfdb bietet fachliche
Unterstützung und ein breites, professionelles Netzwerk. Anwender wie
die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen sind mit wissenschaftlichen
Institutionen und Leistungserbringern aus der Industrie und dem
Dienstleistungssektor vereint.
Pressekontakt vfdb:
Wolfgang Duveneck
Tel. (0175) 6536680
presse@vfdb.de

 

Pressemitteilung 01/2016                                           vfdb-Referat 14

Erste Ergebnisse aus dem Projekt Brandschadenstatistik jetzt im Internet abrufbar

 

Das vom Referat 14 der vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.) organisierte Projekt „Brandschadenstatistik“ zielt darauf ab, künftig bessere allgemeine statistische Aussagen über Brandeinsätze (von der Alarmierung der Feuerwehr bis hin zu den entstandenen Brandschäden) zur Verfügung zu stellen. Über die von verschiedenen Feuerwehren in Deutschland gesammelten und zentral erfassten Einsatzdaten können Vergleiche zwischen den verschiedenen Brandabläufen, den eingeleiteten Maßnahmen und den Schäden ermittelt werden, z. B. Schäden von Bränden in Gebäuden ähnlicher Art und Nutzung mit und ohne anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen.

18 bisher teilgenommene Feuerwehren haben über einen Zeitraum von 1 oder mehreren Monaten mit einem speziellen Fragebogen ihre Einsätze bei „Brandmeldung in Gebäuden“ erfasst und gemeldet. Bis heute liegen von 2.773 Einsätzen diese Daten vor, darunter von 681 echten Brandereignissen. Auch in 2016 und 2017 wird die Erfassung fortgesetzt. Da die Datenerfassung bei den Feuerwehren mit nur etwa 3 Minuten Zeitbedarf pro Einsatz gering ist, hofft Thomas Hegger (Leiter des Referates 14 in der vfdb), dass sich noch viele weitere Feuerwehren an der Erfassung beteiligen werden. Denn nur bei ausreichend großen Fallzahlen können auch statistisch abgesicherte Aussagen getroffen werden.

Dies ist heute schon im Fragenkomplex „Brandmeldung, Brandmeldeanlage und Schadenshöhe“ für erste Aussagen möglich.

• Der Anteil der echten Brände an den Alarmierungen beträgt insgesamt 21 %. (Bei den Werkfeuerwehren 11 %, bei den Berufsfeuerwehren 27 % und beiden Freiwilligen Feuerwehren 39%).

• Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte hauptsächlich über automatische Brandmeldeanlagen (68 %), über das Mobilfunktelefon (13 %) und über das Festnetztelefon (13 %).

• Bei der Betrachtung der echten Brände, zeigt sich, dass der Anteil an Falschalarmen bei telefonischen Alarmierungen im Verhältnis zu Alarmierungen über Brandmeldeanlagen niedriger ist.

• Bei den Sachschäden durch Brände bestätigt sich die Erkenntnis, dass die meisten Brände mit kleinen Sachschäden verbunden sind. Die Sachschäden fallen dabei bei den Werkfeuerwehren am geringsten aus.

• Werden die Sachschäden in Abhängigkeit vom Alarmierungsweg aufgeschlüsselt, zeigt sich zunächst, dass insgesamt in etwa 10 % der Fälle keine Schätzungen zur Schadenshöhe abgegeben wurden und, dass der Sachschaden bei Alarmierungen über automatische Brandmeldeanlagen geringer war.

• Bei der Gebäudenutzung dominieren Wohnungen (25 %), Krankenhaus, Alten- und Pflegeheime (13 %) und Verwaltungen bzw. Büros (13 %). Bei den Freiwilligen Feuerwehren spielen aber auch industrielle Nutzungen, z. B. Produktionen mit rund 15 % eine größere Rolle.

• Über alle Alarmierungswege werden Falschalarme vor allem durch unbekannte Ursachen (19 %), durch Wasserdampf (14 %), durch technische Störungen von Anlagen (13 %), durch Aerosole, wie Öle, Fettdämpfe oder Nebel (12 %) sowie durch blinde Alarmierungen bzw. im guten Glauben (12 %) ausgelöst. Bei den unbekannten Ursachen ist der Anteil bei den Berufsfeuerwehren mit etwa 21 % fast doppelt so hoch wie bei den Freiwilligen Feuerwehren mit 12 %.

Die Auswertung der Fragebögen läuft kontinuierlich, so dass bei weiteren Fallzahlen und ausreichender Anzahl von Einzelmeldungen pro Fragenkomplex ständig weitere Ergebnisse veröffentlicht werden können.

Hier können diese Ergebnisse ebenso abgerufen werden wie auch weitere Informationen zum Mitmachen und auch der Download des Erfassungsbogens.

Thomas Hegger Leiter Referat 14 thomas.hegger@fvlr.de

 

Pressemitteilung 02/2015                                           vfdb-Referat 14

Neues Merkblatt: Planung von Brandschutzanlagen

 

Bei der Planung des Brandschutzes von Gebäuden müssen verschiedenste Vorschriften und Vorgaben berücksichtigt werden. Forderungen, die sich aus dem Baurecht (öffentlich- rechtliche Anforderungen) ergeben, stellen dabei lediglich Mindestanforderungen für eine begrenzte Anzahl von Schutzzielen dar. Für die Berücksichtigung weiterer ggf. notwendiger Schutzziele, z.B. den Sachschutz, Schutz vor größeren Betriebsunterbrechungen oder Ertragsausfällen, Forderungen an die Verkehrssicherungspflicht, oder auch bei im Einzelfall notwendigen Abweichungen vom Baurecht sind weitergehende Maßnahmen erforderlich. Hierbei sollten auch die Anforderungen der Feuerversicherer berücksichtigt werden. Für eine sichere Funktion müssen darüber hinaus Wechselwirkungen zwischen dem anlagentechnischen, baulichen und organisatorischen Brandschutz sowie den übrigen Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) beachtet werden. Dies kann bei richtiger Anwendung auch zu Synergien führen. Das in dem neu erschienen vfdb- Merkblatt veröffentlichte Ablaufdiagramm zeigt die notwendigen Arbeitsschritte zur Erfüllung unterschiedlicher Schutzziele in ihrer empfohlenen Reihenfolge und Verknüpfung. Die im neuen Merkblatt enthaltenen weiteren Ausführungen greifen dann die im Ablaufdiagramm enthaltenen Nummerierungen auf und erläutern die einzelnen Arbeitsschritte näher. Damit können nun die verschiedenen notwendigen Arbeiten bei der Planung, Ausführung und Abnahme unterschieden und zugeordnet werden. Die minimalen Anforderungen des Baurechts zur Erlangung der Baugenehmigung sind im Ablaufdiagramm in grau hinterlegten, die Anforderungen, die darüber hinaus bei der Planung, Errichtung und Betrieb eines Gebäudes auch noch relevant sind (z. B. durch Betreiber oder Feuerversicherer), sind in den weiß hinterlegten Feldern aufgeführt.

Unter www.ref14.vfdb.de kann dieses neue Merkblatt MB 14-01 kostenlos heruntergeladen werden.

 

Pressemitteilung 01/2015                                           vfdb-Referat 14

Heißrauchversuche unter der Lupe

Vom 20. bis 23. Januar 2015 wurden auf dem Gelände des Feuerwehr- und Rettungstrainingscenters (FRTC) der Branddirektion Frankfurt von den Mitarbeitern der Projektgruppe Heißrauch im Referat 14 der vfdb zahlreiche Heißrauchversuche durchgeführt. Die Versuche dienen dazu, zukünftig Regeln zu entwickeln, wie die unterschiedlichen in Deutschland verwendeten Methoden mit einem normalen, realen Feuer, aber auch untereinander verglichen werden können. Die umfangreichen Erkenntnisse aus diesen Versuchen sollen nun in eine neue vfdb-Richtlinie zur Durchführung und Interpretation von Heißrauchversuchen einfließen.

Heißrauchversuche werden bei komplexen Bauwerken durchgeführt um zu überprüfen, ob die Sicherheitseinrichtungen richtig ineinandergreifen und beispielsweise die Räumung eines Gebäudes eingeleitet und sicher durchgeführt werden kann. Da von der Durchführung und der Interpretation dieser Versuche oftmals die Eröffnung oder der Weiterbetrieb von Gebäuden abhängig ist, soll mit dieser künftigen Richtlinie eine Unterstützung für Planer und Genehmigungsbehörden bereitgestellt werden.

Im Rahmen der Versuche wird ein Nebelaerosol (vergleichbar mit Diskothekennebel) in eine über verschiedene Methoden erzeugte Wärmeströmungen eingemischt. Durch unterschiedliche Wärmefreisetzungen können unterschiedlich intensive Brandereignisse simuliert werden.

Eine Veröffentlichung des folgenden Bildes ist mit dem Hinweis
"Quelle: www.ref14.vfdb.de " zu kennzeichnen.

http://128.127.66.63/fileadmin/referat14/IMG_8643.JPG

Mitarbeiter der Projektgruppe Heißrauch im Referat 14 der vfdb (von rechts): Jürgen Walter, Andreas Müller, Holm Klusmann, Jörn Cwik, Dr. Olaf Riese, Andreas Wagner, Bernd Konrath, Thomas Hegger

 

Pressemitteilung 02/2014                                           vfdb-Referat 14

Wann gibt es Wechselwirkungen im anlagentechnischen Brandschutz?

Aufgrund der großen Bedeutung und des Erfolges des anlagentechnischen Brandschutzes haben sich Architekten, Brandschutzplaner und auch ausführende Unternehmen zunehmend mit Fragen möglicher Wechselwirkungen von Einzelsystemen des anlagentechnischen Brandschutzes zueinander zu beschäftigen.

Behindert ein bereits frühzeitig aktivierter Rauchabzug das Auslösen eines Sprinklers? (Antwort: nein) Führt eine Lüftungsanlage zur Fehl- oder Nichtauslösung einer Brandmeldeanlage? (Antwort: bei ungünstiger Installation der Luftauslässe ja)

Diese und viele weitere Fragen wurden im Referat 14 des vfdb (vfdb.de - Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.) analysiert und in einer für den täglichen Praktiker komprimierten Übersicht beschrieben.

Es wurden für jedes gebräuchliche anlagentechnische Brandschutzsystem ein Datenblatt erarbeitet, in dem aufgeführt ist:

o   Kurzbeschreibung der Funktion

o   Wesentliche Normen zum Produkt und zur Projektierung

o   Mögliche Eingangs- und Ausgangssignale

o   Beschreibung der Schnittstellen

o   Angabe zu möglichen negativen Wechselwirkungen mit anderen Systemen       

Sind in diesen Datenblättern Wechselwirkungen zu anderen Systemen benannt, kann in einer Matrix sehr schnell erkannt werden, wer mit wem wohl nicht gut kann.

Und in einem solchen Fall muss dann zwischen den Beteiligten nach einer individuellen Lösung gesucht werden.

Unter www.ref14.vfdb.de kann auf dieses Verfahren im Ordner Funktionen/Merkblätter zurückgegriffen werden.

In der Zukunft werden vom Referat 14 des vfdb noch weitere Themenkreise zum anlagentechnischen Brandschutz erfasst und veröffentlicht.

 

Pressemitteilung 01/2014                                        vfdb-Referat 14

Feuerwehren zur Mitarbeit gesucht:  „Brandschadenstatistik“

Zur Reduzierung von Schäden durch Brände werden neben dem baulichen und abwehrenden oft auch der anlagentechnische Brandschutz (Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Löschanlagen usw.) eingesetzt. Diese Systeme  sind heute weit verbreitet.

In Deutschland gibt es bisher noch keine bundesweite Brandschadenstatistik. Um die Feuerwehren künftig noch besser unterstützen zu können, hat das Referat 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) im Sommer 2013 ein Projekt „Brandschadenstatistik“ ins Leben gerufen. Dabei werden Brandeinsätze durch die Feuerwehren in einem  einheitlichen Erfassungsbogen mit festgelegten Abfragekriterien beschrieben und anschließend vom vfdb statistisch ausgewertet. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Adressen des einzelnen Einsatzes erfolgen können. Ab 2015 werden die daraus ausgewerteten Erkenntnisse allen Teilnehmern und auch der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Für die jetzt anlaufende Endphase wird die Beteiligung noch von möglichst vielen Feuerwehren benötigt. Um detaillierte Ergebnisse zu gewinnen ist dabei die Beteiligung von Freiwilligen Feuerwehren, Werk- und auch Berufsfeuerwehren gefragt.

Der Erfassungsbogen soll von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen ausgefüllt und mit einem offiziellen Stempel der jeweiligen Feuerwehr an statistik@vfdb.de oder an: Hochschule Furtwangen, Stichwort Brandschadenstatistik-Projekt, Robert-Gerwig-Platz 1, 78120 Furtwangen (wo sich die Datenbank befindet) zurückgesendet werden. Gewünscht ist, dass von der teilnehmenden Feuerwehr für einen oder 2 Monate von allen Einsätzen Feuer in Gebäuden ein Erfassungsbogen ausgefüllt wird. Das Ausfüllen erfordert etwa 2 bis 3 Minuten, so dass der Arbeitsaufwand bei der Erfassung gering bleibt.

Weiterführende Informationen sowie der Erfassungsbogen können der Webseite des Referats 14 www.Ref14.vfdb.de entnommen bzw. von dort heruntergeladen werden.

Das Projekt fördert den deutschen Brandschutz und soll eine wichtige Lücke schließen. Das Referat 14 des vfdb freut sich über eine möglichst rege Unterstützung durch die Feuerwehren.

 

Pressemitteilung 02/2013             vfdb-Referat 14

Start des Hauptprojektes „Brandschadenstatistik“

Zur Reduzierung von Schäden durch Brände werden neben dem baulichen und abwehrenden auch der anlagentechnische Brandschutz (Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Löschanlagen usw.) eingesetzt. Diese Systeme sind heute weit verbreitet. In Deutschland gibt es bisher keine bundesweite Brandschadenstatistik. Um der Frage nachzugehen, welchen Beitrag anlagentechnische Maßnahmen in der täglichen Praxis tatsächlich erbringen, hat das Referat 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) das Projekt „Brandschadenstatistik“ ins Leben gerufen. Dabei werden Brandeinsätze der Feuerwehren mittels eines einheitlichen Erfassungsbogens mit festgelegten Abfragekriterien beschrieben und statistisch ausgewertet. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Adressen des einzelnen Einsatzes erfolgen. Die Hauptphase dieses Projekts ist im April 2013 gestartet worden. Zuvor wurde ein Pilotprojekt durchgeführt, das zeigte, dass die Fragestellungen über den eingeschlagenen Weg leicht und ohne zu großen Aufwand beantwortet werden kann. Für die jetzt begonnene Projektphase wird die Beteiligung von möglichst vielen Feuerwehren benötigt. Um detaillierte Ergebnisse zu gewinnen ist dabei die Beteiligung von Freiwilligen Feuerwehren, Werk- und auch Berufsfeuerwehren gefragt. Der Erfassungsbogen soll von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen ausgefüllt und mit einem offiziellen Stempel der jeweiligen Feuerwehr an statistik@vfdb.de oder an: Hochschule Furtwangen, Stichwort Brandschadenstatistik-Projekt, Robert-Gerwig-Platz 1, 78120 Furtwangen (wo sich die Datenbank befindet) zurückgesendet werden.
Weiterführende Informationen sowie der Erfassungsbogen sind der Webseite des Referats 14 zu entnehmen: www.Ref14.vfdb.de

Das Projekt fördert den deutschen Brandschutz und soll eine wichtige Lücke schließen. Das Referat 14 der vfdb freut sich über eine möglichst rege Unterstützung durch die Feuerwehren.

 

Pressemitteilung 01/2013                 vfdb-Referat 14

Neue Internetplattform zum anlagentechnischen Brandschutz

Aufgrund der Bedeutung und des Erfolges des anlagentechnischen Brandschutzes liegt die spezielle Aufgabe des Referates 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) darin, einen besseren Bekanntheitsgrad dieser Anlagen in der Öffentlichkeit und auch bei Feuerwehren und anderen Brandschutzfachleuten zu erreichen. Hierzu gehören die Bereitstellung von Informationsmaterialien und Schulungsmaterialien, Angaben zu Funktionen und Wechselwirkungen, Veröffentlichungen von diversen statistischen Daten usw. Um den Zugang zu diesen Daten möglichst einfach zu gestalten, können diese Informationen ab sofort über die neu geschaffene Internetplattform

                                        www.Ref14.vfdb.de

abgerufen werden. Der Zugang ist auch möglich über die Homepage der vfdb (www.vfdb.de), erfordert über diesen Weg allerdings mehrere Klicks. Zurzeit stehen in diesem Auftritt neben allgemeinen Informationen zum Referat 14 zur Verfügung

• Download von 14 PowerPoint-Vorträgen zum anlagentechnischen Brandschutz speziell für die interne Ausbildung von Feuerwehren aufbereitet

• Download von 12 Datenblättern, wo für jeweils ein anlagentechnisches System aufgeführt is

o Kurzbeschreibung der Funktion

o Wesentliche Normen zum Produkt und zur Projektierung

o Mögliche Eingangs- und Ausgangssignale

o Beschreibung der Schnittstellen

o Angabe zu möglichen negativen Wechselwirkungen mit anderen Systemen

In einer Übersicht kann dann der Nutzer leicht erkennen, ob ein anlagentechnisches System möglicherweise negative Wechselwirkungen zu einem anderen System erwarten lässt, um dann im Einzelfall geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

• Statistische Daten zur Funktionssicherheit von Sprinkler-, Brandmelde- und Rauch-und Wärmeabzugsanlagen

• Beschreibung und Erfassungsbogen zum im April 2013 gestarteten Projekt Brandschadenstatistik.

In der Zukunft werden noch weitere Themenkreise erfasst und veröffentlicht.