Referat 14 der vfdb

 

Pressemitteilung 01/2016                                           vfdb-Referat 14

Erste Ergebnisse aus dem Projekt Brandschadenstatistik jetzt im Internet abrufbar

 

Das vom Referat 14 der vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.) organisierte Projekt „Brandschadenstatistik“ zielt darauf ab, künftig bessere allgemeine statistische Aussagen über Brandeinsätze (von der Alarmierung der Feuerwehr bis hin zu den entstandenen Brandschäden) zur Verfügung zu stellen. Über die von verschiedenen Feuerwehren in Deutschland gesammelten und zentral erfassten Einsatzdaten können Vergleiche zwischen den verschiedenen Brandabläufen, den eingeleiteten Maßnahmen und den Schäden ermittelt werden, z. B. Schäden von Bränden in Gebäuden ähnlicher Art und Nutzung mit und ohne anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen.

18 bisher teilgenommene Feuerwehren haben über einen Zeitraum von 1 oder mehreren Monaten mit einem speziellen Fragebogen ihre Einsätze bei „Brandmeldung in Gebäuden“ erfasst und gemeldet. Bis heute liegen von 2.773 Einsätzen diese Daten vor, darunter von 681 echten Brandereignissen. Auch in 2016 und 2017 wird die Erfassung fortgesetzt. Da die Datenerfassung bei den Feuerwehren mit nur etwa 3 Minuten Zeitbedarf pro Einsatz gering ist, hofft Thomas Hegger (Leiter des Referates 14 in der vfdb), dass sich noch viele weitere Feuerwehren an der Erfassung beteiligen werden. Denn nur bei ausreichend großen Fallzahlen können auch statistisch abgesicherte Aussagen getroffen werden.

Dies ist heute schon im Fragenkomplex „Brandmeldung, Brandmeldeanlage und Schadenshöhe“ für erste Aussagen möglich.

• Der Anteil der echten Brände an den Alarmierungen beträgt insgesamt 21 %. (Bei den Werkfeuerwehren 11 %, bei den Berufsfeuerwehren 27 % und beiden Freiwilligen Feuerwehren 39%).

• Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte hauptsächlich über automatische Brandmeldeanlagen (68 %), über das Mobilfunktelefon (13 %) und über das Festnetztelefon (13 %).

• Bei der Betrachtung der echten Brände, zeigt sich, dass der Anteil an Falschalarmen bei telefonischen Alarmierungen im Verhältnis zu Alarmierungen über Brandmeldeanlagen niedriger ist.

• Bei den Sachschäden durch Brände bestätigt sich die Erkenntnis, dass die meisten Brände mit kleinen Sachschäden verbunden sind. Die Sachschäden fallen dabei bei den Werkfeuerwehren am geringsten aus.

• Werden die Sachschäden in Abhängigkeit vom Alarmierungsweg aufgeschlüsselt, zeigt sich zunächst, dass insgesamt in etwa 10 % der Fälle keine Schätzungen zur Schadenshöhe abgegeben wurden und, dass der Sachschaden bei Alarmierungen über automatische Brandmeldeanlagen geringer war.

• Bei der Gebäudenutzung dominieren Wohnungen (25 %), Krankenhaus, Alten- und Pflegeheime (13 %) und Verwaltungen bzw. Büros (13 %). Bei den Freiwilligen Feuerwehren spielen aber auch industrielle Nutzungen, z. B. Produktionen mit rund 15 % eine größere Rolle.

• Über alle Alarmierungswege werden Falschalarme vor allem durch unbekannte Ursachen (19 %), durch Wasserdampf (14 %), durch technische Störungen von Anlagen (13 %), durch Aerosole, wie Öle, Fettdämpfe oder Nebel (12 %) sowie durch blinde Alarmierungen bzw. im guten Glauben (12 %) ausgelöst. Bei den unbekannten Ursachen ist der Anteil bei den Berufsfeuerwehren mit etwa 21 % fast doppelt so hoch wie bei den Freiwilligen Feuerwehren mit 12 %.

Die Auswertung der Fragebögen läuft kontinuierlich, so dass bei weiteren Fallzahlen und ausreichender Anzahl von Einzelmeldungen pro Fragenkomplex ständig weitere Ergebnisse veröffentlicht werden können.

Hier können diese Ergebnisse ebenso abgerufen werden wie auch weitere Informationen zum Mitmachen und auch der Download des Erfassungsbogens.

Thomas Hegger Leiter Referat 14 thomas.hegger@fvlr.de

 

Pressemitteilung 02/2015                                           vfdb-Referat 14

Neues Merkblatt: Planung von Brandschutzanlagen

 

Bei der Planung des Brandschutzes von Gebäuden müssen verschiedenste Vorschriften und Vorgaben berücksichtigt werden. Forderungen, die sich aus dem Baurecht (öffentlich- rechtliche Anforderungen) ergeben, stellen dabei lediglich Mindestanforderungen für eine begrenzte Anzahl von Schutzzielen dar. Für die Berücksichtigung weiterer ggf. notwendiger Schutzziele, z.B. den Sachschutz, Schutz vor größeren Betriebsunterbrechungen oder Ertragsausfällen, Forderungen an die Verkehrssicherungspflicht, oder auch bei im Einzelfall notwendigen Abweichungen vom Baurecht sind weitergehende Maßnahmen erforderlich. Hierbei sollten auch die Anforderungen der Feuerversicherer berücksichtigt werden. Für eine sichere Funktion müssen darüber hinaus Wechselwirkungen zwischen dem anlagentechnischen, baulichen und organisatorischen Brandschutz sowie den übrigen Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) beachtet werden. Dies kann bei richtiger Anwendung auch zu Synergien führen. Das in dem neu erschienen vfdb- Merkblatt veröffentlichte Ablaufdiagramm zeigt die notwendigen Arbeitsschritte zur Erfüllung unterschiedlicher Schutzziele in ihrer empfohlenen Reihenfolge und Verknüpfung. Die im neuen Merkblatt enthaltenen weiteren Ausführungen greifen dann die im Ablaufdiagramm enthaltenen Nummerierungen auf und erläutern die einzelnen Arbeitsschritte näher. Damit können nun die verschiedenen notwendigen Arbeiten bei der Planung, Ausführung und Abnahme unterschieden und zugeordnet werden. Die minimalen Anforderungen des Baurechts zur Erlangung der Baugenehmigung sind im Ablaufdiagramm in grau hinterlegten, die Anforderungen, die darüber hinaus bei der Planung, Errichtung und Betrieb eines Gebäudes auch noch relevant sind (z. B. durch Betreiber oder Feuerversicherer), sind in den weiß hinterlegten Feldern aufgeführt.

Unter www.ref14.vfdb.de kann dieses neue Merkblatt MB 14-01 kostenlos heruntergeladen werden.

 

Pressemitteilung 01/2015                                           vfdb-Referat 14

Heißrauchversuche unter der Lupe

Vom 20. bis 23. Januar 2015 wurden auf dem Gelände des Feuerwehr- und Rettungstrainingscenters (FRTC) der Branddirektion Frankfurt von den Mitarbeitern der Projektgruppe Heißrauch im Referat 14 der vfdb zahlreiche Heißrauchversuche durchgeführt. Die Versuche dienen dazu, zukünftig Regeln zu entwickeln, wie die unterschiedlichen in Deutschland verwendeten Methoden mit einem normalen, realen Feuer, aber auch untereinander verglichen werden können. Die umfangreichen Erkenntnisse aus diesen Versuchen sollen nun in eine neue vfdb-Richtlinie zur Durchführung und Interpretation von Heißrauchversuchen einfließen.

Heißrauchversuche werden bei komplexen Bauwerken durchgeführt um zu überprüfen, ob die Sicherheitseinrichtungen richtig ineinandergreifen und beispielsweise die Räumung eines Gebäudes eingeleitet und sicher durchgeführt werden kann. Da von der Durchführung und der Interpretation dieser Versuche oftmals die Eröffnung oder der Weiterbetrieb von Gebäuden abhängig ist, soll mit dieser künftigen Richtlinie eine Unterstützung für Planer und Genehmigungsbehörden bereitgestellt werden.

Im Rahmen der Versuche wird ein Nebelaerosol (vergleichbar mit Diskothekennebel) in eine über verschiedene Methoden erzeugte Wärmeströmungen eingemischt. Durch unterschiedliche Wärmefreisetzungen können unterschiedlich intensive Brandereignisse simuliert werden.

Eine Veröffentlichung des folgenden Bildes ist mit dem Hinweis
"Quelle: www.ref14.vfdb.de " zu kennzeichnen.

Mitarbeiter der Projektgruppe Heißrauch im Referat 14 der vfdb (von rechts): Jürgen Walter, Andreas Müller, Holm Klusmann, Jörn Cwik, Dr. Olaf Riese, Andreas Wagner, Bernd Konrath, Thomas Hegger

 

Pressemitteilung 02/2014                                           vfdb-Referat 14

Wann gibt es Wechselwirkungen im anlagentechnischen Brandschutz?

Aufgrund der großen Bedeutung und des Erfolges des anlagentechnischen Brandschutzes haben sich Architekten, Brandschutzplaner und auch ausführende Unternehmen zunehmend mit Fragen möglicher Wechselwirkungen von Einzelsystemen des anlagentechnischen Brandschutzes zueinander zu beschäftigen.

Behindert ein bereits frühzeitig aktivierter Rauchabzug das Auslösen eines Sprinklers? (Antwort: nein) Führt eine Lüftungsanlage zur Fehl- oder Nichtauslösung einer Brandmeldeanlage? (Antwort: bei ungünstiger Installation der Luftauslässe ja)

Diese und viele weitere Fragen wurden im Referat 14 des vfdb (vfdb.de - Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.) analysiert und in einer für den täglichen Praktiker komprimierten Übersicht beschrieben.

Es wurden für jedes gebräuchliche anlagentechnische Brandschutzsystem ein Datenblatt erarbeitet, in dem aufgeführt ist:

o   Kurzbeschreibung der Funktion

o   Wesentliche Normen zum Produkt und zur Projektierung

o   Mögliche Eingangs- und Ausgangssignale

o   Beschreibung der Schnittstellen

o   Angabe zu möglichen negativen Wechselwirkungen mit anderen Systemen       

Sind in diesen Datenblättern Wechselwirkungen zu anderen Systemen benannt, kann in einer Matrix sehr schnell erkannt werden, wer mit wem wohl nicht gut kann.

Und in einem solchen Fall muss dann zwischen den Beteiligten nach einer individuellen Lösung gesucht werden.

Unter www.ref14.vfdb.de kann auf dieses Verfahren im Ordner Funktionen/Merkblätter zurückgegriffen werden.

In der Zukunft werden vom Referat 14 des vfdb noch weitere Themenkreise zum anlagentechnischen Brandschutz erfasst und veröffentlicht.

 

Pressemitteilung 01/2014                                        vfdb-Referat 14

Feuerwehren zur Mitarbeit gesucht:  „Brandschadenstatistik“

Zur Reduzierung von Schäden durch Brände werden neben dem baulichen und abwehrenden oft auch der anlagentechnische Brandschutz (Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Löschanlagen usw.) eingesetzt. Diese Systeme  sind heute weit verbreitet.

In Deutschland gibt es bisher noch keine bundesweite Brandschadenstatistik. Um die Feuerwehren künftig noch besser unterstützen zu können, hat das Referat 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) im Sommer 2013 ein Projekt „Brandschadenstatistik“ ins Leben gerufen. Dabei werden Brandeinsätze durch die Feuerwehren in einem  einheitlichen Erfassungsbogen mit festgelegten Abfragekriterien beschrieben und anschließend vom vfdb statistisch ausgewertet. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Adressen des einzelnen Einsatzes erfolgen können. Ab 2015 werden die daraus ausgewerteten Erkenntnisse allen Teilnehmern und auch der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Für die jetzt anlaufende Endphase wird die Beteiligung noch von möglichst vielen Feuerwehren benötigt. Um detaillierte Ergebnisse zu gewinnen ist dabei die Beteiligung von Freiwilligen Feuerwehren, Werk- und auch Berufsfeuerwehren gefragt.

Der Erfassungsbogen soll von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen ausgefüllt und mit einem offiziellen Stempel der jeweiligen Feuerwehr an statistik@vfdb.de oder an: Hochschule Furtwangen, Stichwort Brandschadenstatistik-Projekt, Robert-Gerwig-Platz 1, 78120 Furtwangen (wo sich die Datenbank befindet) zurückgesendet werden. Gewünscht ist, dass von der teilnehmenden Feuerwehr für einen oder 2 Monate von allen Einsätzen Feuer in Gebäuden ein Erfassungsbogen ausgefüllt wird. Das Ausfüllen erfordert etwa 2 bis 3 Minuten, so dass der Arbeitsaufwand bei der Erfassung gering bleibt.

Weiterführende Informationen sowie der Erfassungsbogen können der Webseite des Referats 14 www.Ref14.vfdb.de entnommen bzw. von dort heruntergeladen werden.

Das Projekt fördert den deutschen Brandschutz und soll eine wichtige Lücke schließen. Das Referat 14 des vfdb freut sich über eine möglichst rege Unterstützung durch die Feuerwehren.

 

Pressemitteilung 02/2013             vfdb-Referat 14

Start des Hauptprojektes „Brandschadenstatistik“

Zur Reduzierung von Schäden durch Brände werden neben dem baulichen und abwehrenden auch der anlagentechnische Brandschutz (Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Löschanlagen usw.) eingesetzt. Diese Systeme sind heute weit verbreitet. In Deutschland gibt es bisher keine bundesweite Brandschadenstatistik. Um der Frage nachzugehen, welchen Beitrag anlagentechnische Maßnahmen in der täglichen Praxis tatsächlich erbringen, hat das Referat 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) das Projekt „Brandschadenstatistik“ ins Leben gerufen. Dabei werden Brandeinsätze der Feuerwehren mittels eines einheitlichen Erfassungsbogens mit festgelegten Abfragekriterien beschrieben und statistisch ausgewertet. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Adressen des einzelnen Einsatzes erfolgen. Die Hauptphase dieses Projekts ist im April 2013 gestartet worden. Zuvor wurde ein Pilotprojekt durchgeführt, das zeigte, dass die Fragestellungen über den eingeschlagenen Weg leicht und ohne zu großen Aufwand beantwortet werden kann. Für die jetzt begonnene Projektphase wird die Beteiligung von möglichst vielen Feuerwehren benötigt. Um detaillierte Ergebnisse zu gewinnen ist dabei die Beteiligung von Freiwilligen Feuerwehren, Werk- und auch Berufsfeuerwehren gefragt. Der Erfassungsbogen soll von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen ausgefüllt und mit einem offiziellen Stempel der jeweiligen Feuerwehr an statistik@vfdb.de oder an: Hochschule Furtwangen, Stichwort Brandschadenstatistik-Projekt, Robert-Gerwig-Platz 1, 78120 Furtwangen (wo sich die Datenbank befindet) zurückgesendet werden.

Weiterführende Informationen sowie der Erfassungsbogen sind der Webseite des Referats 14 zu entnehmen: www.Ref14.vfdb.de

Das Projekt fördert den deutschen Brandschutz und soll eine wichtige Lücke schließen. Das Referat 14 der vfdb freut sich über eine möglichst rege Unterstützung durch die Feuerwehren.

 

Pressemitteilung 01/2013                 vfdb-Referat 14

Neue Internetplattform zum anlagentechnischen Brandschutz

Aufgrund der Bedeutung und des Erfolges des anlagentechnischen Brandschutzes liegt die spezielle Aufgabe des Referates 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) darin, einen besseren Bekanntheitsgrad dieser Anlagen in der Öffentlichkeit und auch bei Feuerwehren und anderen Brandschutzfachleuten zu erreichen. Hierzu gehören die Bereitstellung von Informationsmaterialien und Schulungsmaterialien, Angaben zu Funktionen und Wechselwirkungen, Veröffentlichungen von diversen statistischen Daten usw. Um den Zugang zu diesen Daten möglichst einfach zu gestalten, können diese Informationen ab sofort über die neu geschaffene Internetplattform

                                        www.Ref14.vfdb.de

abgerufen werden. Der Zugang ist auch möglich über die Homepage der vfdb (www.vfdb.de), erfordert über diesen Weg allerdings mehrere Klicks. Zurzeit stehen in diesem Auftritt neben allgemeinen Informationen zum Referat 14 zur Verfügung

• Download von 14 PowerPoint-Vorträgen zum anlagentechnischen Brandschutz speziell für die interne Ausbildung von Feuerwehren aufbereitet

• Download von 12 Datenblättern, wo für jeweils ein anlagentechnisches System aufgeführt is

o Kurzbeschreibung der Funktion

o Wesentliche Normen zum Produkt und zur Projektierung

o Mögliche Eingangs- und Ausgangssignale

o Beschreibung der Schnittstellen

o Angabe zu möglichen negativen Wechselwirkungen mit anderen Systemen

In einer Übersicht kann dann der Nutzer leicht erkennen, ob ein anlagentechnisches System möglicherweise negative Wechselwirkungen zu einem anderen System erwarten lässt, um dann im Einzelfall geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

• Statistische Daten zur Funktionssicherheit von Sprinkler-, Brandmelde- und Rauch-und Wärmeabzugsanlagen

• Beschreibung und Erfassungsbogen zum im April 2013 gestarteten Projekt Brandschadenstatistik.

In der Zukunft werden noch weitere Themenkreise erfasst und veröffentlicht.