Funktionen und Merkblätter

In diesem Kapitel erfahren Sie, dass bei der Planung von Gebäuden grundsätzlich folgende Mindestanforderungen berücksichtigt werden müssen:

- Baurechtliche Vorschriften

- Anforderungen des Feuerversicherers

- Anforderungen aus der Eigenverantwortung des Betreibers.

Forderungen, die sich aus dem Baurecht (öffentlich- rechtliche Anforderungen) ergeben, stellen in der Regel lediglich Mindestanforderungen dar und berücksichtigen auch nur eine begrenzte, baurechtlich relevante Anzahl von Schutzzielen. Für die Berücksichtigung weiterer ggf. notwendiger Schutzziele, z.B. den Sachschutz, Schutz vor größeren Betriebsunterbrechungen oder Ertragsausfällen, oder auch die Verkehrssicherungspflicht, sind weitergehende Maßnahmen erforderlich. Hierbei sind auch die Anforderungen der Feuerversicherer zu berücksichtigen. Das im folgendem dargestellte Ablaufdiagramm zeigt die notwendigen verschieden Arbeitsschritte und deren Grundlagen in ihrer empfohlenen Reihenfolge und ihren Verknüpfungen. Weitere Informationen und Erläuterungen zum den im Ablaufdiagramm enthaltenen Nummerierungen können Sie dem Merkblatt MB 14-01 der vfdb entnehmen.

Ablaufdiagramm, das zu den notwendigen Schritten für die Planung und Ausführung von Brandschutzanlagen die notwendigen verschiedenen Arbeitsschritte und deren Grundlagen in ihrer empfohlenen Reihenfolge und mit ihren Verknüpfungen aufzeigt.

Im folgenden erfahren Sie mehr über die Funktionen und Wechselwirkungen der verschiedenen Anlagentechnischen Brandschutzsysteme.

Damit der anlagentechnische Brandschutz seine ihm zugedachte Schutzwirkung erfüllen kann, müssen die verschiedenen Systeme (z. B. Brandmeldeanlage, Sprinkleranlage, Rauch- und Wärmeabzugsanlage usw.) nicht nur für sich alleine betrachtet jeweils störungsfrei, sondern oft auch in einer gemeinsamen Wirkkette funktionieren.

Dies gilt nicht nur für die Genehmigungs- und Ausführungsplanung, sondern auch für die Installation und die spätere Nutzung (z.B. bei Instandhaltung und bei Raum- oder Nutzungsänderungen).

 

 

Spätestens zur Ausführungsplanung muss der Planer und Errichter nicht nur die gemeinsamen Schnittstellen der verschiedenen Systeme kennen und beachten, sondern auch die eventuell eintretenden Wechselwirkungen berücksichtigen.

Dazu findet der Interessierte im Folgenden einzelne Datenblätter, aus denen er zu jedem System innerhalb des anlagentechnischen Brandschutzes entnehmen kann:

Beschreibung, Funktion, Wirkung

Wesentliche Normen zur Projektierung

Wesentliche Normen zum Produkt

Eingangssignale von

Ausgangssignale an

Wechselwirkungen, die die gemeinsame Anwendung ausschließen oder besondere Maßnahmen erfordern

 

Hier können folgende Datenblätter eingesehen werden:

Aus diesen Datenblättern kann für das einzelne System eine kurze Beschreibung der Anlagentechnik und seiner Funktionen und Wirkungen entnommen werden. In den angegebenen wesentlichen Normen zur Projektierung und zum Produkt können dann weitere detaillierte Informationen entnommen werden.

Welche Eingangssignale das jeweilige System benötigt und welche Ausgangssignale es abgibt, ist für die Vernetzung der Systeme untereinander die wichtige Beschreibung der erforderlichen Schnittstellen.

 

Finden Sie in der Rubrik "Wechselwirkungen, die die gemeinsame Anwendung ausschließen oder besondere Maßnahmen erfordern" Eintragungen, sollte zwischen den für die Gesamtplanung und der Planung/Errichtung der Einzelsysteme Zuständigen eine Abstimmung erfolgen, um negative Wechselwirkungen auszuschließen.

In der folgenden Tabelle sind diese zu beachtenden Wechselwirkungen zusammenfassend dargestellt.

Tabelle 1: Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Systemen des Brandschutzes

Darüber hinaus enthalten die folgenden Merkblätter und Richtlinien, die Sie hier downloaden können, weiterführende Informationen:

Wechselwirkung zwischen RWA-Anlagen und Rauchschürzen in Hallen mit Laufkränen:

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